Tiergarten Schönbrunn
Hier ist der Tiger los!
Der Tiergarten Schönbrunn musste seit 1989 ohne Tiger auskommen. In diesem Jahr ist der letzte Tiger im Tiergarten verstorben. 1993 zeigte eine Befragung, dass sich die Besucher des Tiergarten Schönbrunns am allermeisten Tiger wünschen. Die Großkatzen sollten jedoch die notwendigen Rahmenbedingungen im Tiergarten vorfinden. Zu diesem Zweck mussten die nicht mehr artgerechten Käfige umgebaut werden. Die alten Käfige wurden für die Besucher hergerichtet, diese sind nun hinter Gitter. Freilich nur zum Schauen, denn rund um die alte Anlage entstand auf 62.000 m2 das neue Großkatzengehege für Sibirische Tiger, Jaguare und Geparde.
Dezember 1993:
Spatenstich für die neue Großkatzenanlage im Tiergarten Schönbrunn. Für den Sibirischen Tiger ist eine Innenanlage mit 110 m2 sowie ein Außengehege mit 1.180 m2 vorgesehen. Die Ausgestaltung des Tigergeheges wird von Esso finanziell unterstützt.
September 1994:
Offizielle Übergabe des Großkatzengeheges durch Bundesminister Dr. Wolfgang Schüssel. Im Rahmen des internationalen Erhaltungszucht-Programms werden dem Tiergarten ein einjähriges Tigerweibchen und ein gleichaltriges Männchen zugeteilt. Eines der beiden Tiere kommt aus Berlin, das andere aus Leipzig. In Leipzig wird das internationale Tigerzuchtbuch geführt, das die Grundlage für die arterhaltende Vermehrung der Tiger in den Zoos dieser Welt ist. Esso unterstützt den Ankauf des Tigerpärchens. Ende September zieht das junge Pärchen in das neue Zuhause ein.
Dezember 1996:
Esso spendet dem Tiergarten eine Videoausrüstung, mit der die Besucher jederzeit einen Blick in die Schlafgehege der Sibirischen Tiger werfen können
Mai 1997:
Nach 12 Jahren Babypause in Schönbrunn erblickt wieder ein sibirischer Tiger das Licht der Welt. Das männliche Tigerbaby ist der erste Nachwuchs des Tigerpärchens Tanja und Iwan. Der kleine Tiger ist ein Flaschenkind, da die Mutter bei der ersten Geburt keine Milch hat. Da die Pfleger jedoch eine volle Prägung des Tigerbabies auf die Menschen verhindern wollen, werden die Tigereltern nur kurz bei der Fütterung weggesperrt. Die restliche Zeit verbringt der kleine Tiger mit seinen Eltern.
November 1997:
Tigertaufe in Schönbrunn: Esso lädt zum Sibirischen Tigerfest, um die Taufe des kleinen Tigers vorzunehmen. Der Tiger wird von Generaldirektor Dieter Gerig auf den Namen Mischa Oskar Amur (als Familienname) getauft. Die Namen sind von August bis September im Rahmen eines Wettbewerbes gesucht worden und die besten Namen wurden von einer Jury ausgewählt. Einen Tag vor der Tigertaufe wurden zwei weitere Tigerbabies geboren. Leider sind diese kurze Zeit später gestorben.
Mai 1999:
Der Tiergarten und Esso verabschieden den Tigerjungen Mischa. Dieser wird Anfang Juni nach England gebracht, wo er im Banham-Zoo in Norfolk ein neues Zuhause findet. Die Umsiedelung erfolgt im Rahmen des europäischen Tigerzuchtprogramms, das diesen Zoo für die Gründung einer neuen Tigerfamilie, mit Mischa als Vater, ausgesucht hat. Der Banham -Zoo hat eine neue, 12.140 m2 große Anlage für Sibirische Tiger, die größte in ganz Großbritannien. Neben Mischa wird ebenfalls eine junge Tigerin in den Zoo kommen, damit sie gemeinsam für Nachwuchs sorgen. 
April 2000:
Esso unterstützt das geplante Projekt "Schlafverhalten der Sibirischen Tiger" durch den Kauf von Spezialgeräten. Die konventionelle Forschung an Tieren in Zoos und Tiergärten beschränkte sich jahrzehntelang auf Untersuchungen in den Aktivitätszeiten unter Tageslichtbedingungen. Beobachtungen von so genannten tagaktiven Wildtieren während der Nachtstunden gab es bisher kaum. Der Tiergarten Schönbrunn ist seit Jahren bemüht, die Qualität seiner Tierhaltung beispielgebend zu entwickeln. Daraus hat sich der Wunsch entwickelt, die Tiere nicht nur tagsüber perfekt zu betreuen, sondern auch herauszufinden, was sie nachts machen. Viele, auch tagaktive Tierarten, schlafen nicht die ganze Nacht, sondern nur einige wenige Stunden. In der restlichen Zeit sind sie zumeist aktiv.
Mai 2000:
Das Sibirische Tigerpärchen Iwan und Tanja haben wieder Nachwuchs bekommen. Tanja hat zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Die beiden Tiger sind kräftig und gesund und wurden von der Mutter sofort angenommen. Aufgrund der Videoüberwachungskamera war es möglich, die Mutter und ihre Jungen in der Wurfbox zu beobachten. Ende Mai durften die beiden kleinen "Wilden" dann zum ersten Mal in der Freianlage herumtollen, wo die Besucher sie bestaunen konnten.
November 2004:
Die beiden Tigerdamen Lara und Nadja übersiedeln in die neu gebaute Tigeranlage des Zoo Schmiding in Oberösterreich. Ihre neue Heimat entspricht modernsten Haltungsrichtlinien, wobei die speziellen Bedürfnisse und Anpassungen der Sibirischen Tiger berücksichtigt wurden.
Juni 2005:
Am 28. Juni 2005 bringt Tigermutter Tanja ein gesundes, kräftiges, männliches Junges zur Welt. Am 27. Oktober wird er durch Ing. Ernst Hirsch, Geschäftsführer der österreichischen ExxonMobil Gesellschaften, auf den Namen Igor getauft. |